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In der künstlerischen Synthese von Haus, Garten und Kunst kommt dem Bereich gestaltender Kunst im engeren Sinne zweifellos eine eigenständige Rolle zu. Die von Kerstin Kleemann und Andreas Schworck geschaffenen Kunstobjekte durchdringen die Bereiche Haus und Garten gleichermaßen, sind buchstäblich allerorten und diffundieren mit anderen Lebensbereichen . Die sonst übliche Trennung von funktionalem Wohnbereich einerseits und Atelierbereich andererseits verschwimmt in der Casa Madera, allein schon aus Platzgründen. Mit anderen Worten: Das Atelier ist mal im Flur, mal in der Küche, ein andermal im Keller. Einen gleichsam kunst-"sakralen", besonderen Raum für das Kunstschaffen gibt es nicht, und soll es vorläufig auch nicht geben.
Beide Künstler arbeiten stattdessen, wann immer möglich, draußen unter freiem Himmel, was im Bereich des Bildhauerei ohnehin nahe liegt, aber auch bei der großformatigen Malerei praktiziert wird. Sonne, Wind und Wolken, aber auch Hitze und Kälte inspirieren den gestaltenden Impetus und schaffen ganz eigene künstlerische Ergebnisse. Beim gleichsam öffentlich einsehbaren Kunstschaffen kommen immer wieder Besucher und Passanten vorbei, wobei so nicht nur ein "stummer" Dialog zwischen "fertiger" und präsentierter Kunst und dem gleichsam musealen Betrachter entsteht, sondern eben auch zwischen dem gerade im Schaffensprozess sich befindlichen Künstler und dem Besucher. Denn: Kunstschaffen ist weniger der Monolog des Künstler mit sich selbst, als vielmehr dessen inspirierter Dialog mit seiner Umgebung.
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