die philosophie |
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Im Atelier Casa Madera streben wir eine Einheit von Wohnen, Natur und Kunst an., Die einzelnen Bereiche sollen sich hierbei eben gerade nicht funktional separieren, an vorgefertigte Plätze verwiesen und "geordnet" werden. Vielmehr sollen die einzelnen Wohn-Funktionen absichtsvoll zu Er-lebnis-formen kulminieren, die solcherart in einen stetigen schöpferischen Dialog treten, sich bewusst vermischen. Insofern ist nach unserer Auffassung ein Badezimmer eben nicht nur ein Ort der Reinigung, eine Toilette nicht nur ein Ort banaler Körperfunktionen, sondern fungieren - wenn man so will - als Kondensations-Räume für Inspiration und Entspannung, der nahe liegender weise auch gestalterisch eine Integration von Natur und Kunst provoziert. Wir verstehen das Atelier Casa Madera als Gesamtkunstwerk. Als Kristallisationspunkt von Menschen, Natur und Kunst. Als permanenten Prozess. Als abgegrenzten, aber offenen Ort des Lebens und Gestaltens, bei dem das Element "Wohnen" nur einen, wenn auch wichtigen Aspekt ausmacht und harmonisch korrespondiert mit dem Aspekt des Kunstschaffens. Innerhalb des Areals ist die Funktion und die Grenze zwischen Innen und Außen weitgehend aufgehoben. Der Bereich Garten ist daher kein gesondert ausgewiesenes, Rasenmäher-gebändigtes oder dem Aspekt der Repräsentation geschuldetes Stück Grünfläche. Er ist vielmehr tägliches Erlebnisfeld eigener Art, bewusst gestaltet im Einklang mit der örtlichen Natur und den dort vorgefundenen Materialien. Oder mit anderen Worten: Gelebt, "gewohnt" wird auch im Garten, während die Natur gestalterisch auch im Haus ihren Platz hat. Die Dimension Moderner Kunst als Ausdruck individueller Inspiration durch diesen Ort vereint dabei die Lebensbereiche von Innen und Außen harmonisch und überwölbt sie. Die aus diesen Überlegungen resultierende Materialauswahl für die oben beschriebene Einheit von Innen und Außen sollte daher, wie bei der chinesischen Lehre des Ying und Yang komplementären Grundsätzen folgen und schon allein dadurch eine gewisse künstlerische Komponente erzeugen. Die Verwendung von Natursteinen ergänzt so die Holzbauweise. Moosgarten und Weidenbauten ergänzen Natursteine und Holz, blaue Glasflaschen korrespondieren mit Natursteinen, überraschende Elemente transformieren gewohnte Wahrnehmungsstrukturen. Beides, Materialauswahl wie Gestaltungsprinzipien sollten ausdrücklich innovativ ausgerichtet sein. So wie das Blockhaus eines der ersten in Süddeutschland war, dass rein aus abgeflachten, quadratisch geformten Balken erbaut wurde, fand es im Winter 2003/2004 seine komplementäre Erweiterung in Form einer Gartenmauer durch die Verwendung von 30 m freistehenden Gabionen, die von Hand (!) mit tausenden 4-5 kg schweren Natursteinen aus der Region befüllt wurden. Auch das zweifellos eine Innovation im Bau von Einfamilienhäusern in Deutschland. Ein solches Projekt sticht natürlich gerade in einem dörflichen Neubaugebiet aus seiner Umgebung hervor, es polarisiert. Es erzeugt nach außen hin gleichsam von selbst wahrnehmbare Begrenzungen, die es definieren, die aber von Ihrer Intention her nicht der sozialen Distinktion geschuldet sind, sondern den Raum des Areals schützen und Privates erst ermöglichen, ohne Ablehnung zu signalisieren. So wie ein chinesisches Sprichwort sagt: "Nur wer über Grenzen gebietet, kann den Fremden zum Gast, den Gast zum Freund machen".
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